Reviews
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CD Besprechungen und Konzert Berichte kann man hier auf greenday.de nachlesen.
Green Day & Franz Ferdinand live in San Diego
Was 'ne Show, was für eine Stimmung. Euphorie, wohin man sah, Begeisterung bis unters Dach, Entertainment made in USA. Bevor Green Day im Herbst mit ihrem neuen Album "21st Century Breakdown" auch in deutsche Hallen und Arenen kommen, nutzten wir die Chance und schauten uns die Punkrock-Superstars in der restlos ausverkauften Viejas Arena in San Diego an. Und was soll man sagen? Es war ein fantastischer Abend mit nicht nur einer, sondern gleich zwei fantastischen Bands. Das Vorprogramm nämlich durften unsere schottischen Helden von Franz Ferdinand bestreiten...
21st Century Breakdown
"Kennst du den Feind?", schmettert ein wütender Billy Joe Armstrong dem Hörer entgegen und geizt nicht mit der Antwort: Der Feind, das sind Politiker, Manager, die Unterhaltungsindustrie oder Pharma-Hersteller. In wütenden, krakeligen Schmierereien präsentieren uns Green Day ihre Kritik an bestehenden Zuständen.
Dass Herr Armstrong nicht gut auf die Ära Bush und ihr Erbe zu sprechen ist, wissen wir nicht erst seit dem letzten Album "American Idiot". Um so bemerkenswerter lesen sich die Lyrics: Banalitäten, Dualismen und eine billige christliche Leidens- bzw. Heilsmetaphorik, wohin das Auge reicht. Die Sprache des "Feindes" bildet das Wortgerüst.
Green Days Protagonisten Gloria und Christian schlagen sich als Paar durch die Wirren und Verirrungen, die unser frisch begonnenes Jahrhundert zu bieten hat. Die Story ist lose und bekommt ihren Zusammenhalt eher durch die Wahl einer übergeordneten Thematik, die jedoch wieder so weit gefasst ist, dass jeder Song auch für sich stehen kann.
Schaf im Wolfspelz: Das neue Album von Green Day
Eine exklusive Prelistening-Session stellt unter Beweis: Die Poppunk-Superstars bescheren uns gewohnte Songqualität in neuem Soundgewand.
Der erste Eindruck beim Prelistening zum neuen Album von Green Day im Hause Warner Music war eine Überraschung, die eigentlich keine mehr war: Schon im Herbst vergangenen Jahres ging die Info durch die Medien, dass bei "21st Century Breakdown" Butch Vig als Produzent fungieren würde.
Dass sich dieser Wechsel (alle Vorgängeralben bis auf "Warning" wurden von Rob Cavallo produziert) für einen großen Rockact mit Punkrock-Attitüde als weise Wahl herausstellt, beweisen bereits die ersten Akkorde des Albums: Wütend, rau und ungeschliffen kommen sie daher, die neuen Songs, ohne dabei an Größe im Sound zu verlieren – eine Qualität von Vig, die Bands wie Sonic Youth, Nirvana und die Smashing Pumpkins großgemacht hat.
Bullet In A Bible
Dass Green Day mit "American Idiot" so einen Wurf landen würden - sowohl musikalisch als auch kommerziell - hat ihnen nicht gerade jeder zugetraut.
Das Trio genießt sich und den Erfolg - und läuft zur Höchstform auf. Als Beweis dafür legen Billie Joe Armstrong und seine beiden Wegefährten das "Rund-um-Sorglos"-Packet auf DVD und CD vor.
Foxboro Hottubs: Stop Drop and Roll!!!
Im Booklet stilecht in Side A und Side B unterteilt, eröffnet der Titelsong "Stop Drop And Roll" mit einem gitarren- und schlagzeuglastigen Rocker in Gene Vincent-Manier die zwölf Nummern. "Mother Mary" bietet danach gleich eins der ultimativen Alben-Highlights: Das spätfünfziger Teenbeat-Zitat entfaltet in Kombination mit jeder Menge Tempo heftige Griffe ans liebende Rock'n'Roll-Hörer-Herz, inclusive stilechten Doo Woop-Parts. Im "Ruby Room" knarzen authentische Highway-Rocker mitsamt schwellender Orgel und von ferne grüßenden Stray Cats.
Bullet In A Bible
Das vor einem guten Jahr erschienene "American Idiot" entpuppte sich beim ersten Hören als Rock-Granate der Extraklasse. Green Day meldeten sich mit einem Paukenschlag im Olymp der Gitarrenmusik zurück. Die ausverkauften Konzerte der Welt-Tour sprechen für sich. Eine neue Hysterie um die ehemaligen Kiddie-Punks griff um sich, der das Trio mit vorliegendem Live-Album die tonträgerische Referenz erweist.
Auf 65 Minuten zelebrieren Billy Joe Armstrong, Mike Dirnt und Tré Cool genau das, was der gemeine Fan an einem Green Day-Konzert so mag: perfektes Entertainment. Wer das Trio noch nicht auf der Bühne bewundern konnte, darf sich jetzt die Wohnzimmer-Ausgabe davon ins Haus holen. Rockstar-Posen, Singalongs und Mädelgekreische inklusive.
American Idiot
18 Minuten und 25 Sekunden genügten Green Day früher, um in diese Zeitspanne sechs Songs zu quetschen. Anno 2004 hat sich das gewaltig geändert. In knapp einer Stunde zelebrieren Billy Joe Armstrong, Tré Cool und Mike Dirnt einen musikalischen Parforceritt der Extraklasse. Aus den Kindsköpfen des Spaßpunks sind mittlerweile gestandene Familienväter geworden. Mit American Idiot vollziehen sie die musikalische Metamorphose; aus der musikalischen Puppe, die sich mit "Warning" ihren Kokon sponn, schlüpft nun der Punkrock-Schmetterling in Form eines Konzept-Albums.
Shenigans
Vor wenigen Monaten erst ein Greatest Hits-Album und nun eine B-Seiten-Collection - das klingt ein wenig, als hätten Green Day nicht mehr viel zu sagen und würden sich langsam auf die Rente vorbereiten. Schade eigentlich, wagte ihr letztes Studioalbum "Warning" doch erfreulicherweise einen Blick über den Tellerrand des Punk.
Die meisten Fans kamen da jedoch nicht mit, sondern flüchteten sich in Massenware à la Offspring und Konsorten. "Shenanigans" nennen die drei ihre Sammlung von B-Seiten und Coversongs und eines wird schnell, leider zu schnell, klar: B-Seiten sind nicht immer grundlos nur auf der Rückseite von Singles zu finden. Denn wirklich überraschen kann hier nicht ein einziger Song. Zweieinhalbminuten-Kracher im typischen Green Day Stil, jedoch ohne Hits, wie sie bislang auf jedem Album der Kalifornier vertreten waren.
International Superhits
Wozu sind Best-Of-CDs da? Ganz einfach: Sie sind so eine Art Bilderalbum, das den Erinnerungen auf die Sprünge hilft, damit man nicht auf den Dachboden kriechen und in irgendeiner alten Pappkiste kramen muss.
Es geht uns doch allen so: Man hört die Platte und denkt als erstes "Hm, kenne ich ja alles schon". Und fünf Minuten später: "Ja, hey. Der Song war richtig geil. Den hatte ich total vergessen." Wenn die entsprechende Band sich richtig Mühe gibt, dann packt sie auf den Tonträger erstens ganz viele gute Lieder, und zweitens ein paar Extras. Das können unplugged, unreleased oder unknown Songs sein. Diese Dinger locken dann auch die echten Fans aus dem Haus, denn so ein bisschen was Neues kann nicht schaden. Genau so haben es die drei Jungs der altbekannten Punkband Green Day gemacht. So aufgeblasen der Titel International Superhits auch klingen mag: Sie haben Recht. Denn bei der Auswahl der Stücke waren sie nicht knauserig...
Warning
Als ich die neue Scheibe von Green Day zum ersten Mal anhörte, war ich nicht besonders angetan. Die meisten Songs schienen einfach zu langsam zu sein und wirklicher Punkrock war auch keiner zu finden. Aus dem Blickwinkel eines Punks ist "Warning" eine schlechte CD. Wenn man sich allerdings neuere Interviews mit Green Day zu Gemüte führt, wird man schnell feststellen, dass sich die Band vom Punkrock etwas entfernen, sich mehr in Richtung Songwriter entwickeln wollte. Hat man das einmal gefressen, dann ist das Album gut. So gesehen gehen Green Day ihren Weg weiter, schon auf dem Vorgänger "Nimrod" war der Richtungswechsel angedeutet, den "Warning" jetzt fortsetzt.
Green Day Live 2005
Viele von euren Live Berichten der Green Day Tour 2005 & von Rock In Park und Rock Am Ring könnt Ihr hier nachlesen.
Den kompletten Bericht kann man hier auf greenday .de lesen!
Green Day + The Donnas in der Bochumer Zeche 2004
Green Day in der Bochumer Zeche. Solch eine eher intime Show wollte sich natürlich niemand entgehen lassen, zumal es der einzige Gig in Deutschland war, und so waren die knapp 700 Tickets in Windeseile vergriffen. So drängelten sich Nachwuchs- und Mode-Punks, Popper und Rocker und Teile der Toten Hosen in die Zeche, um die alten Hits sowie die neuen Songs vom Konzept-Album (sic!) American Idiot live zu erleben und einfach mal wieder gepflegt zu moshen.


