Interviews
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Interviews mit Green Day kann man hier nachlesen.
Green Day: „Ich bin nicht die Stimme einer Generation“
Wer Green Day besuchen möchte, muss in San Francisco über die Bay Bridge nach Oakland fahren, eine Weile durch ein heruntergekommenes Industriegebiet kurven und schließlich vor einem mit Stachehldraht und hohen Mauern geschütztem Gelände halt machen. Hier haben die 36 und 37 Jahre alten Billy Joe Armstrong, Mike Dirnt und Tre Cool, die in Oakland aufwuchsen und vor über 20 Jahren in einem Jugendclub die erste Punkband gründeten, ihr Hauptquartier. Innen drin sieht es ein bisschen aus wie in einem asiatischen Regenwald, es gibt viel Holz, aber auch Hantelbänke und Tischtennisplatte. Und an der Eingangstür zur Bandküche klebt ein großes Poster mit Barack Obama drauf. Über die Bemerkung, dass dort eigentlich dieser ungeliebte Vorgänger hängen sollte, dessen Wirken und Wesen sehr maßgeblich zum Triumph des fünf Jahre alten Green-Day-Albums „American Idiot“ beigetragen hat, können Sänger Billy Joe und Bassist Mike Dirnt komischerweise gar nicht lachen.
"Farewell, Testicle!"
Drei Jahre Arbeit zogen ins Land, bevor die Kalifornier ihrem neuesten Machwerk den Segen gaben. Von einem Schnellschuss kann somit keine Rede sein. Butch Vig, Produzenten-Ikone der Grunge-Ära, feilte gemeinsam mit den Alt-Punkern am roten Faden.
Green Day haben sich großzügig in mehreren Suiten des Kölner Interconti-Hotels eingerichtet, bevor sie am Abend ihr neues Material bei einem Radiokonzert vorstellen. Während des Gesprächs versucht Drummer und Klassenclown Tré Cool, das Diktiergerät mit aufgestecktem Mikro wie eine Crackpfeife zu rauchen, während Billie Joe und Mike Dirnt sich behutsam für den Gig warmtrinken.
Die Paten des Poppunk
Ganz und gar nicht mehr die Alten sind Green Day. Zwar liegt die Vermutung nahe, dass viele Fans der ersten Stunde mittlerweile auch erwachsen geworden sind und deshalb ihr neuestes Album American Idiot vor allem deshalb von allen Seiten so abgefeiert wird, weil es viele an die eigene Jugend erinnert, doch ist das Album einfach auch verdammt gut geworden. So gut, dass Schlagzeuger Tré Cool nur so strotzt vor Selbstvertrauen in das eigene Werk. Doch lest am besten selbst, was er uns am Rande der einzigen Deutschlandshow in Bochum in der Zeche zu sagen hatte.
Mike von Green Day im Interview
Kurz vor dem Bochumer Konzert konnte Gaesteliste.de mit Bassist Mike Dirnt über das neue Album "American Idiot" sprechen. GL.de: Wie fühlt man sich als ein Drittel von Green Day im Jahre 2004?
Mike: Es ist so, als hätte jemand unsere Batterien ausgetauscht. Seit "Dookie" haben wir uns zu Beginn einer neuen Albumphase nie mehr so sehr als Bandeinheit verstanden. Das liegt vermutlich daran, dass wir für dieses Album anderthalb Jahre lang jeden Tag ins Studio gegangenen sind. Das Ganze hatte Workshop-Charakter. Es gab nur eine Regel: Wenn du nichts hast, nimm IRGENDETWAS auf!
GL.de: Auf diese Weise entstanden 20 weitere Songs. Werden die nun zurückgelegt für das obligatorische 4-CD Boxset?
"Wenn wir Preise gewollt hätten, wären wir Sportler geworden"
Drei Jahre nach "Nimrod" veröffentlichen Green Day heute ihr sechstes Studioalbum. Aus diesem Anlass traf LAUT.de die Punker bei ihrem Label in Hamburg. Ihr drei habt jetzt alle Kinder. Inwiefern haben sie euch beim Songwriting oder bei den Aufnahmen zu "Warning" beeinflusst oder inspiriert? Mike: Frag Billy, er hat die meisten Lyrics geschrieben! Billy Joe: Ich glaube, es gibt mir mehr das Gefühl, das mein Leben einen Zweck hat. Die Tatsache, ein Vater zu sein bringt mich dazu, ein stärkeres Individuum sein zu wollen. Ich versuche, meinen Söhnen ein gutes Beispiel zu sein, dass sie als verantwortungsvolle, feinfühlige junge Männer aufwachsen. Ich denke auch, es hat... Hast du die Scheibe gehört?

